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Triathlon pro Gesundheit – Alle Sieger des TUM-Schuster Triathlons erhalten einen „Gutschein für Gesundheit“

03.05.2012

Ausdauersport zählt im Allgemeinen gesehen auch zu den Gesundheitssportarten mit einem präventiven Potential gegenüber kardiovaskulären Erkrankungen. Aber er birgt auch ebenso Gefahren, denn durch die hohe Belastung des Herzkreislaufsystems – insbesondere im Wettkampfsport – können auch negative Auswirkungen zu Tage kommen. Viele dieser Erkrankungen können sowohl akuter, chronischer als auch vererbter Natur sein. Aus diesem Grund trifft sich im Mai 2012 der Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie (TU München) mit Vertretern des Triathlonverbandes, um ein Gesundheitskonzept für die bayerischen Nachwuchs-Triathleten zu erarbeiten.


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Der Triathlonsport zählt zu der Paradedisziplin im Ausdauersport. Die Wettkampfdauer erstreckt sich von einigen Minuten im Kindes- und Jugendbereich bis hin zu zehn Stunden und mehr im Erwachsenenbereich. Aus diesem Grund stellt sowohl die Intensität als auch die zeitliche Dauer eine hohe Beanspruchung für das Herzkreislaufsystem dar. In einer aktuellen Zusammenstellung von Todesfällen im Triathlon durch „Plötzlichen Herztod“ hat Dr. Klaus Pöttgen aufgezeigt, dass gerade kardiovaskuläre Ereignisse ein ernst zu nehmendes Risiko darstellen. Dieser Umstand zeigt auf, dass eine sinnvolle Vorsorgeuntersuchung – insbesondere im Wettkampfsport – nicht nur im Erwachsenbereich sondern auch im Kindesalter unabdingbar ist. Der Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie (TU München) unter der Leitung der Kinderkardiologin Frau Prof. Dr. med. Renate Oberhoffer hat im vergangenen Jahr ein neues Präventionszentrum in Kooperation mit dem Deutschen Herzzentrum München mit Schwerpunkt Kinder und Jugendliche ins Leben gerufen. In dieser Präventionsambulanz sollen zukünftig auch leistungssportorientierte Kinder und Jugendliche sportmedizinisch betreut werden. Das Untersuchungsspektrum umfasst neben klassischen Routineuntersuchungen auch moderne Methoden auf dem Feld der Grundlagenforschung.

Da im Triathlonsport bisher noch keine eindeutige Regelung zur Gesundheitsvorsorge existiert, wollen im Mai 2012 Vertreter des Triathlonverbandes, Roland Knoll (Bundes- und Landestrainer Bayern) und Ramon Gomez-Islinger (Leistungssportwart Bayern) zusammen mit dem Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie den Grundstein für eine koordinierte Sporttauglichkeitsuntersuchung im Triathlonsport legen. Auf Basis der Triathlon-Sichtungsstudie, unter der Leitung von Dr. Martin Schönfelder, existiert schon seit mehreren Jahren eine enge Kooperation zwischen dem Lehrstuhl und dem Bayerischen Triathlon Verband, die nun auch um ein Gesundheitsprojekt erweitert werden soll. Den Startschuss für die Kooperation stellt der diesjährige TUM-Schuster-Triathlon dar. Dieses spezielle Triathlon-Event für Kinder und Jugendliche wird mittlerweile in der achten Austragung durch die Studierenden der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaft in Kooperation mit Trisport Erding e.V. organisiert und durchgeführt. Nach dem Motto „Triathlon pro Gesundheit“ werden in diesem Jahr ganz spezielle Siegerehrungspreise ausgelobt: „Gutscheine für Gesundheit“. Alle Erstplatzierten der Einzelstarter erhalten einen Gutschein für eine umfassende Gesundheitsuntersuchung, die am Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie eingelöst werden kann.

Dieses Gesundheitsprojekt soll zunächst auf Bayernebene als Empfehlung für alle aktiven Triathleten etabliert werden. In einer Ausbaustufe, so Herr Gomez-Islinger, könnte man sich auf Verbandsebene auch eine Verpflichtung zur Gesundheitsvorsorge bei leistungsorientierten Athleten oder Kaderathleten vorstellen. Alles in allem, sollte aber jedem die Gesundheit am Herzen liegen, auch ohne Verpflichtung. Weitere Informationen zum 8. TUM-Schuster-Triathlon am 19. Mai an der Regattastrecke in Oberschleißheim bei München finden sie unter www.triathlon.sp.tum.de